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… einfach leben

Wer achtsam lebt, kommt zu der Einsicht, dass das eigene Empfinden von Glück und Lebensfreude nicht von äußeren Bedingungen abhängig ist. Die Entwicklung eines klaren, stabilen Geistes erlaubt ihm, auch in schwierigen Lebenssituationen mit der Kraft seiner inneren Ressourcen verbunden zu bleiben und Krisen als Chancen und einen Prozess der inneren Reifung zu begreifen, um verantwortungsvoll und  selbstlos zu handeln.

Achtsamkeit – eine besondere Form von Aufmerksamkeit.

Der Philosophie der Achtsamkeit liegt ein klarer Bewusstseinszustand zugrunde, der es erlaubt, Erfahrungen im gegenwärtigen Moment (also im Hier und Jetzt) vorurteilsfrei zu registrieren und zuzulassen – sie schult eine beobachtende innere Haltung. Mit zunehmender Achtsamkeit reduzieren sich gewohnheitsmäßige, automatische und unbewusste Reaktionen auf das gegenwärtige Erleben, was zu einem hohen Maß an selbstbewusstem, situationsadäquatem und authentischem Handeln führt und nicht zuletzt der nachhaltigen Stressbewältigung dient.

Darüber hinaus beinhaltet die achtsame Lebensweise aber in erster Linie eine selbstlose und genügsame innere Haltung allem und jedem gegenüber (dem unsympathische Nachbarn oder dem täglichen Verkehrsstau genauso wie der wunderschönen Blume am Wegesrand).

Die Krux daran ist lediglich, dass diese Lebensweise ganz und gar nicht der westlichen Lebensart entspricht und wohl noch nie entsprochen hat. In unserer Kultur wird die achtsame Lebensweise zu häufig als „Naivität“ oder „Gutmenschentum“ verpönt, weil unsere Gesellschaft schon vor langer Zeit wertmäßig vom Kurs abgekommen ist und Geld, Macht und Gier als geltende Richtpfeiler aufgestellt hat. Achtsamkeit als Lebensphilosophie meint hingegen, eine wertschätzende Haltung demgegenüber aufzubauen, was bereits da ist (egal ob gegenüber der momentanen Lebenssituation, dem Besitz (oder Nichtbesitz), den Menschen, der Natur …). Wenn wir achtsam leben, streben wir nicht mehr, vergleichen und bewerten uns nicht mehr, brauchen nicht immer mehr und immer Neues, sondern akzeptieren das, was uns umgibt und erkennen die tieferen Werte, nach denen es sich eigentlich lohnt zu leben – im Einklang mit sich selbst, den Mitmenschen und der Mitwelt. Wir begreifen das, was uns umgibt als ein WIR und handeln geduldig, selbstlos, reflektiert und verantwortungsbewusst im Interesse aller und von allem – immer das große Ganze im Blick.

Die Übung der Achtsamkeit.

Weil unsere Gesellschaft die Werte der Achtsamkeit nicht lebt, braucht es für uns ein Training, denn die alten Denkmuster müssen durch neue ersetzt werden. Das ist ein langwieriger Prozess, der täglicher Reflexion und Übung bedarf. Dafür wiederum brauchen wir Ruhe und die Wiederentdeckung der Einfachheit und Langsamkeit – der Mäßigung! Im Training verbinden wir uns mit unserem Körper, unseren Sinnen und Gedanken, denn darüber erkennen wir, wo wir stehen, was uns im Leben wichtig ist und eröffnen uns Möglichkeiten, neue Wege zu beschreiten. Die positive Wirkung ist grandios:

  • Du bekommst ein klareres Verständnis bezüglich deiner selbst und hinsichtlich deines eigenen Lebens.
  • Du findest Zugang zu deinen inneren Ressourcen und bist zunehmend in der Lage, selbstgesteckte Grenzen zu erweitern.
  • Dein Geist erfährt Beruhigung und Stabilisierung: Du wirst nicht mehr von Gedankenschleifen „aufgefressen“.
  • Du fühlst dich psychisch-emotionalen Belastungen, Stress-Situationen und widrigen Lebensumständen besser gewachsen.
  • Du entwickelst eine Impulskontrolle: Du bist nicht mehr so oft aufbrausend oder wütend, lethargisch oder euphorisch. Du wirst ausgeglichener.
  • Du erwirbst eine höhere Konzentration- und Leistungsfähigkeit.
  • Du wirst mit dir selbst geduldiger und akzeptierst dich besser.
  • Du lenkst negative Emotionen in sinnvolle Kanäle.
  • Du bist weniger ängstlich und seltener deprimiert.
  • Du lernst, selbstbestimmter und selbstbewusster zu handeln.
  • Du lernst, freundlich aber bestimmt Grenzen zu setzen
  • Du entwickelst mehr Zuversicht, Gleichgewicht, Stabilität, Souveränität und Lebensfreude und behältst diese auch angesichts schwieriger Situationen oder Lebensumstände.

Und ist es nicht das, was uns unser Leben lang umtreibt?

Woher stammt eigentlich die Praxis der Achtsamkeit?

Die Achtsamkeitspraxis hat ihre Wurzeln in der zweieinhalbtausend Jahre alten „Satipatthana-Sutra“ der buddhistischen Lehren. Ihr zugrunde liegt die Lebensphilosophie des selbstlosen Seins im wohlwollenden Miteinander.

Elemente der Achtsamkeitspraxis wie z.B. die Meditationen wurden übrigens vom amerikanischen Medizinprofessor Jon Kabat-Zinn genutzt, um ein ganzheitliches und nachhaltiges Stressmanagement zu entwickeln. Er erkannte den Wert der Praxis der „Einsichtsmeditation“ für unser Leben im 21. Jahrhundert und entwickelte 1979 daraus ein systematisches medizinisches Programm zur Stressbewältigung, das unter dem Namen MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction = Stressbewältigung durch Achtsamkeit) bekannt ist. Weltweit unterstützen immer mehr Menschen mittels dieser Praxis eine umfassende, gesunde Lebensführung.

In ihrer Konsequenz kann die Praxis der Achtsamkeit aber noch so viel mehr, weil sie nämlich die Basis für einen echten gesellschaftlichen Wandel darstellt. Wir Menschen sind die einzigen vernunftbegabten Lebewesen auf der Erde und deshalb haben wir die Verantwortung, unsere Vernunft im Interesse unseres Planeten und all seiner Bewohner einzusetzen. Wir haben es in der Hand, ob wir miteinander friedvoll leben können und sind in der Lage, die Erde durch unsere Intelligenz zu schützen. Der Schlüssel dazu liegt in einer achtsamen Lebensweise.

Inspirierende Aussichten:

„Liebe“ als Tenor im Leben gegenüber allem und jedem, das ist die Grundlage des Gemeinwohls. Wenn ich mich selbst liebe und akzeptiere, hinterfrage, was und wieviel ich tatsächlich brauche, um zufrieden leben zu können – fernab von Konsumrausch und sinnlosen Zerstreuungen – dann haben Gier und Macht keinen Platz mehr in meinem Leben. Ich ruhe in mir, finde Freude, an dem, was mich umgibt und werde genügsam.

Dieser innere Frieden öffnet mich gegenüber meinen Mitmenschen und meiner Mitwelt. Er erschafft die Fähigkeit einer selbstlosen Fürsorge ihnen gegenüber, weil ich mich nicht mehr um mich selbst drehe, sondern intuitiv weiß, wo ich stehe, was und wieviel ich brauche. Ich erkenne, was im Leben wirklich zählt und was bleibt.

Ich bin im Flow, kann für andere da sein, und zwar ohne mich zu überfordern und schöpfe daraus Kraft und Glück für mein eigenes Leben.

Und die anderen? Sie spüren diese Veränderung in dir, bemerken dass sie keine Ellenbogen mehr brauchen, sich nicht mehr wehren müssen. Sie brauchen nicht mehr zu kämpfen, weil du Frieden ausstrahlst, und finden auf diese Weise ihren eigenen inneren Frieden.

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