Radius: Aus
Radius:
km Geben Sie einen Radius für eine Umkreissuche an.
Suche

Das richtige Rezept für dein Corporate Design

Das richtige Rezept für dein Corporate Design
Berufliche Weiterentwicklung Dienstleistungen

 

 

Wenn Du ein Unternehmen gegründet hast (oder noch in der Gründungsphase bist) stolperst Du ziemlich schnell über die Frage: „Brauchst Du ein Logo?“ Dicht gefolgt von den Überlegungen zu einem Corporate Design. Schließlich möchtest Du nicht, dass Dein Unternehmen das Etikett „Resteverwertung“ bekommt, stimmt`s?

Lass mich gleich eines sagen: DAS richtige Rezept für ein Logo oder ein Corporate Design gibt es nicht. Wohl aber Richtlinien, Bewährtes und Nützliches. Ich könnte auch sagen, es ist eine Frage des Geschmacks – und des Anlasses.

Lieferdienst, selber kochen oder Restaurant?

Beim Lieferdienst kannst Du eine halbwegs annehmbare Qualität erwarten. Den einen oder anderen Sonderwunsch bekommst Du je nach Anbieter auch erfüllt, doch immer gegen Aufpreis. Ob Du Dein Essen auch heiß geliefert bekommst, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Wenn Du selber kochst, hast Du bestimmt eine ganze Reihe von Gerichten, die Du aus dem Ärmel schütteln kannst ohne lange nachzudenken. Bist Du in Probierlaune oder wenn es ausgefallener sein darf, wirst Du erst einmal Kochbücher wälzen oder das Internet befragen. Dann Zutaten und Geräte kaufen, die Du möglicherweise nur für dieses eine Mal brauchst und dann nie wieder.

Gehst Du ins Restaurant, ist dort jemand, der für Dich kocht und eine Bedienung, die Deine Wünsche mit einem Lächeln aufnimmt. Du wählst aus der Karte das Gericht, das Dich lockt und vielleicht kannst Du einzelne Komponenten sogar ändern. Du brauchst nicht stundenlang recherchieren, einkaufen und ausprobieren bis das Essen auf dem Tisch steht, auf das Du gerade Lust hast. Es wird Dir serviert.

Ganz so einfach ist es mit der Wunschgestaltung Deines Corporate Design nicht, ich gebe es zu. Doch es ist ein bisschen so ähnlich.

Design-Plattformen = Lieferdienst

Sie sind billig. Keine Frage. Du bekommst ein Logo ab 6 € inklusive umfangreicher Nutzungsrechte. Das ist dann ein bisschen vergleichbar mit den in Alu eingeschweißten und seit Stunden warmgehaltenen Gerichten, die man gerne Kindern in der Schule oder alten Menschen zumutet. Einmal gemacht für alle gleich und Du hast mit Glück die Wahl zwischen einem Gemüsegericht und Schweinebraten.

Auf den ersten Blick werden auch diese Logos für Dich individualisiert und auf Deine Bedürfnisse abgestimmt. Klingt jetzt böse, aber es wird halt Dein Name auf die Alupackung geschrieben und die laktosefreie Version genommen, wenn Du es wünscht. Und umfangreiche Nutzungsrechte meint, Du darfst das Essen auch zu Dir nehmen.

Bei einigen, dann allerdings auch wesentlich teureren Plattformen hast Du die Möglichkeit, ein Briefing zu schreiben. Damit gibst Du den Designenden an, was dein Logo können muss und welche Elemente es beinhalten soll. So ein Briefing ist eine super Sache. Die meisten Kollegen und auch ich erwarten eines in irgendeiner Weise. Manche senden es als Fragebogen raus, bevor sie überhaupt ein Angebot erstellen. Andere setzen sich mit Dir zusammen und fragen Dir scheinbar Löcher in den Bauch. Und wieder andere machen es, ohne dass Du es wirklich merkst. Ziel ist es, grob gesagt, am Ende zu wissen, wer deine Zielgruppe ist, was sie anspricht und wo Du hinwillst.

Nun arbeiten diese Plattformen als Vermittler. Sie bekommen ihren Anteil, egal ob Du nachher ein passendes Logo hast oder auch nicht. Wenn Du also angibst, ein grünes Logo mit einem Hund haben zu wollen, bekommst vermutlich einen grünen Hund. Auch wenn Deine Kunden stadtbewohnende und asphaltliebende Katzenliebhaber sind … Egal wie widersprüchlich das scheint.

Und nicht nur Du bekommst diesen Hund, sondern auch noch x andere, die angeben, einen Hund in ihrem Logo haben zu wollen. Schließlich bekommst Du umfangreiche, aber keine ausschließlichen Nutzungsrechte. Das bedeutet, ein einmal entworfenes Logo darf immer und immer wieder verkauft werden. Genauso wie die Gerichte in der Aluschale – am Rezept ändert der Koch nichts.

Wenn Du die ausschließlichen Nutzungsrechte haben möchtest – und das ergibt bei einem Firmenlogo unbedingt Sinn – dann vergleiche die Preise der Plattformen auf jeden Fall mit denen eines Designenden. Das Lockangebot „ab 6 €“ kann Dich teuer zu stehen kommen.

Selberkochen = Selber machen

Ich koche für mein Leben gerne. Das macht Spaß und bringt Befriedigung, wenn es nachher von erfreuten Essern gegessen wird. Meine Kinder sind da eher undankbar. Nudeln gerne, aber bitte ohne Soße.

Manche Gestaltung bekommt man sicher selber hin. Alles eine Frage des eigenen Anspruchs und dem der Zielgruppe. Die Präsentation vor zehn Leuten bei der VHS sollte inhaltlich richtig und lesbar sein. Dass die Tippfehler alle raus und die Abstände alle gleich sind, wäre zwar wünschenswert, ist aber eher zweitrangig bis komplett unwichtig. Die gleiche Präsentation für einen großen Workshop mit 3.000 Zuhörern, die ordentlich Eintritt bezahlt haben, sollte dann doch von einem Profikoch gegengelesen und -gestaltet worden sein.

Restaurant = Grafik-Designer

Ebenso wie es bei den Köchen viele verschiedene gibt, sind auch wir Grafiker unterschiedlich begabt und ausgebildet. Das eine die Qualität der Arbeit und das andere die Fachrichtung. Sich ein Portfolio zeigen zu lassen ist dabei immer eine gute Idee. Um zu sehen, ob die Fachrichtung passt. Ein guter Webdesigner kennt sich unter Umständen nicht mit den Anforderungen im Druck aus. Ein Illustrator kann vielleicht kein Buch setzen und jemand der Printwerbung macht, ist nicht unbedingt in der Lage eine sinnvolle Website zu gestalten. Ähnlich wie ein Koch in einem italienischen Restaurant vermutlich kein gutes Sushi fabriziert.

Und wie in einem guten Restaurant beraten Dich auch Designer erst einmal ausführlich, bevor sie Dir einen ersten Entwurf (das Menü) vorstellen. Gerade wenn es um ein Corporate Design und ein Logo geht, kann es durchaus sein, dass am Ende etwas völlig anderes herauskommt, als Du Dir vorgestellt hast. Nun wirst Du sagen, das spricht aber nicht für den Designer, wenn ich einen grünen Hund wollte und nachher eine graue Katze bekomme. Vergiss nicht, das Logo soll Deine Zielgruppe ansprechen. Ein guter Designer hilft Dir über das Briefing und den Austausch, den Kern Deiner Wünsche mit Deinen Kernkompetenzen zu verbinden. Du profitierst vom Expertenwissen und dem Profiblick von außen.

Fazit: Du kannst mit einem selbst gestalteten Logo und Corporate Design beginnen. Es darf sich mit Dir und Deinem Unternehmen entwickeln. Willst Du aber direkt den großen Workshop und den wichtigen Kunden, empfehle ich, einen Profi zu kontaktieren.

Wenn Du gerne gemeinsam kochst und Dir jemanden an Deiner Seite wünschst, der Dir zeig wie es geht und Dich unterstützt, wenn Du nicht mehr weiterkommst, schicke mir gerne eine Mail an hb@hilkebarenthien.de und treffen uns zu einem kostenlosen Beratungsgespräch.

Eure Hilke

 

Hilke Barenthien

Hier gelangt Ihr zu meinem Profil bei nova:
https://nova-lebensraum.de/item/hilke-barenthien-grafik_support/