Radius: Aus
Radius:
km Geben Sie einen Radius für eine Umkreissuche an.
Suche

Ich hatte mich selbst verloren – 7 Schritte, wie du wieder zu dir findest!

Ich hatte mich selbst verloren – 7 Schritte, wie du wieder zu dir findest!
Entspannung und Wohlbefinden Familie und Partnerschaft

 

„Ich hatte mich in der Zeit verloren!“, sagte Simone nachdenklich. „Immer, wenn Familienfeste anstanden war es, als wenn ein Schalter umgelegt wurde. Ich wollte alles richtig machen. Ich wollte, dass es für die ganze Familie ein richtig schönes Fest wurde. Besonders schlimm war es vor Weihnachten. Für mich war Sankt Martin der Gongschlag. Gemeinsam mit den Kindern habe ich Laternen gebastelt. Ich wollte ihnen das Gefühl geben, dass sie selbst die Laterne gebastelt hätten. Wie oft habe ich den ganzen Abend daran gesessen, damit sie auch richtig toll waren. Hinterher war ich oft enttäuscht, wenn niemand etwas Anerkennendes über unsere Laternen sagte. Die Kinder warfen sie nach dem Umzug oft achtlos in die Ecke.

Vor dem ersten Adventswochenende dekorierte ich die ganze Wohnung, ein Nachmittag mit den Kindern Plätzchen backen und die Abende verbrachte ich damit Adventskalender zu basteln. Und ja, ich war auch stolz auf mich. Ich, die perfekte Mutter! Ich hatte alles so gut im Griff, dachte ich. Ich war in dem Glauben, bei uns sei heile Welt. Jedenfalls dachte ich das, bis zum ersten Advent. Da war ich noch motiviert und freute mich auf die Adventszeit. Mit jedem Adventswochenende wurde es jedoch weniger. Ich wurde immer angespannter. Im Laufe der Jahre und mit den beiden Kindern waren es immer mehr Rituale geworden, die abgearbeitet werden wollten. Abend für Abend befüllte ich die Säckchen. Manchmal musste ich mitten in der Nacht aufstehen, weil ich vergessen hatte, das Säckchen zu befüllen. Am Abend las ich den Kindern nach dem Abendbrot eine Weihnachtsgeschichte vor. Ich wurde ungehalten, wenn mein Mann die Augen verdrehte oder eines der Kinder keine Lust mehr hatte. Jonas wurde im letzten Jahr 10 und hatte darauf keine Lust mehr, aber ich hatte mich so in meinen Ritualen verfangen, dass er dabeibleiben musste. Ich hetzte vom Bastelnachmittag in der Kita zur Weihnachtsfeier in der Schule und vom Betriebsfest meines Mannes zur Weihnachtsfeier meiner Firma. Plätzchenbacken mit Freundinnen, der traditionelle Weihnachtspunsch mit den Nachbarn, der mir in jedem Jahr einen kranken 3. Advent bescherte. Dann die Weihnachtseinkäufe in überfüllten Kaufhäusern. Natürlich kaufte ich nicht im Internet und jeder bekam ein Geschenk: Von den unmittelbaren Nachbarn bis zur Freundin. Kinder und Familie sowieso.

Auf die Idee, dass mein ganzes Wirbeln gar nicht so toll war, kam ich nicht. Schließlich gehörten für mich Rituale und Familienfeste so zusammen, wie der Deckel auf den Topf. Je mehr Rituale ich im Laufe der Jahre erschuf, desto angespannter wurde ich. Kopfschmerzen wurden zu meinen regelmäßigen Begleitern in der Zeit vor diesen Familienfesten. Nicht anders sah es Ostern oder vor Kindergeburtstagen aus. Wenn am eigentlichen Fest irgendetwas nicht klappte, war ich so überreizt, dass ich wie eine Furie durch die Wohnung lief. Nur mit Mühe konnte ich an Heilig Abend ein Lächeln aufsetzen.

Letztes Jahr Weihnachten war es besonders schlimm. Mein Mann hatte mir ein neues Navi fürs Auto geschenkt. Ein Navi? Dachte denn niemand an mich? Ich hätte schreien können. In mir kochte es vor lauter Wut und Enttäuschung. Niemand schien zu bemerken, wie viel ich geleistet hatte. Niemand hatte den schönen Baum, die Deko und den Weihnachtskuchen bewundert. Aber ich schrie nicht! Ich biss mir auf die Lippen. Weihnachten war doch das Fest der Liebe! Nur mein Kopf schrie, ich hatte Kopfschmerzen. Unerträglich! Um neun Uhr ging ich ins Bett mit einer Kopfschmerztablette. Mein Mann spielte mit den Kindern ein Spiel. Ich konnte ihr Lachen hören. Niemand schien mich zu vermissen.

Am nächsten Tag ging gar nichts mehr. Mein ganzer Körper schmerzte, das Herz raste, als ich zur Toilette gehen wollte, brach ich zusammen. Mein Mann brachte mich ins Krankenhaus. Fast eine Woche blieb ich dort. Ich wurde auf den Kopf gestellt. Alles wurde untersucht! Ich hatte nichts. Die Ärztin meinte, ich würde Anzeichen von Überarbeitung zeigen und ob ich bei der Arbeit hohem Druck und Stress ausgesetzt sei. Mein Mann war dabei und meinte gleich: „Nein, nein, das kann nicht sein. Sie geht doch nur zwei Vormittage arbeiten!“ Ja, so dachte mein Mann. Mir aber wurde klar: Ich hatte mein Leben zu einem Vollzeitjob gemacht, in dem ich, Sabine, gar nicht mehr existierte. Ich hatte mich irgendwo verloren…

In dieser Woche hatte ich viel Zeit zum Nachdenken. Es fiel mir nicht leicht, aber ich musste mir eingestehen, dass ich nicht das Opfer war. Ich war die Täterin. Ich selbst war es, die sich das alles zugemutet hatte!“ Simone lächelt, als sie mir das erzählt. Am Ende lacht sie und meint: „Ich war so damit beschäftigt, die perfekte Mutter zu sein und ein perfektes Fest zu gestalten, dass ich mich tatsächlich selbst verloren habe!“

„Und“, frage ich Simone „hast du seitdem etwas geändert?“
Simone strahlt, als sie antwortet: „Ja, alles!“

 

1. Was ist wirklich wichtig?

Egal, ob vor dem Urlaub, vor Weihnachten oder vor Geburtstagen. Frage dich: Was ist wirklich wichtig? Machst du es wirklich für die anderen oder geht es dir eigentlich um Anerkennung?

 

2. Welche Rituale willst du beibehalten, welche sind überholt?

Du hast gesehen, bei Simone haben sich im Laufe der Zeit immer mehr Rituale angehäuft. Die Zeiten ändern sich jedoch. Unser Leben ist Veränderung. Es macht dein Leben bunt und vielfältig, wenn du flexibel bleibst und NICHT alles in jedem Jahr gleich sein muss.

 

3. Was kannst du delegieren?

Überlege, was kann dein Mann übernehmen? Was können die Kinder tun? Und ja, dazu gehört auch die Einsicht: Sie werden es anders machen als du und nein, es wird nicht so perfekt sein. Wie wäre es, wenn dein Mann und die Kinder z.B. den Baum aussuchen und schmücken?

 

4. Plane deine Zeit sinnvoll

Wie kannst du die Zeit sinnvoll für dich planen. Was wirst du tun, damit du abschalten und entspannen kannst. Achtung: Internet, soziale Medien, Fernsehen lenken zwar wunderbar ab, eignen sich aber nicht wirklich zum Entspannen und zur Ruhe kommen.

 

5. Sei achtsam für dich!

Sei achtsam für dich selbst. Nimm wahr, wenn du in die Stressfalle tapst. Frage dich:
Was kann ich tun, damit es mir gut geht? Übernimm die Führung in deinem Leben und lasse dich nicht von Umständen, Ritualen oder anderen Menschen leiten.

 

6. Setzte Prioritäten!

Frage dich vor jedem Familienfest: Was möchte ich nach Weihnachten/Ostern/ dem Geburtstag/ dem Urlaub sagen können? Wir haben eine schöne Zeit miteinander verbracht – wir hatten viel Spaß zusammen – es war eine total erholsame Zeit …
Richte dein Tun auf dieses Ziel aus! Ein Beispiel: Du möchtest nach Weihnachten sagen können: Wir haben viel schöne Zeit miteinander verbracht! Dann liegt die Priorität auf gemeinsam verbrachte Zeit und NICHT auf dem tollen Adventskalender, dem Weihnachtskuchen, der Deko, den Geschenken für alle!

 

7. Plane Zeit für dich ein!

Du bist die wichtigste Person in deinem Leben. „Ja, aber die Kinder!“ wirst du jetzt vielleicht denken? Es ist niemandem gedient, wenn du gestresst, ausgepowert und vielleicht krank bist. Zeit für dich, ist also gut investierte Zeit von der am Ende auch deine Familie profitiert. Plane täglich Zeit für dich ein und vor allem am Wochenende. Du brauchst Zeit, dich zu erholen und um aufzutanken!

 

Simone hat nach ihrem Aufenthalt einen Meditationskurs besucht. Sie hat gelernt die Meditation in ihren täglichen Ablauf zu integrieren. Manchmal sind es nur zehn Minuten. Doch in dieser Zeit findet sie zu sich selbst und sie nimmt sich selbst viel besser war. Sie hat viel klarer vor Augen, was wirklich wichtig ist und verliert sich nicht so schnell in der Stressspirale. Am Ende jeder Meditation setzt sie sich selbst eine Intention: Mit welchem Gefühl will ich durch den Tag gehen? Dieses Gefühl, z.B. Freude oder Gelassenheit, fühlt sie in der Meditation. Sie nimmt es ganz bewusst wahr. Im Laufe des Tages erinnert sie sich immer wieder daran!

Und du? Was tust du, um dir selbst treu zu bleiben?

Dabei hilft dir Achtsamkeitstraining ganz hervorragend. Noch besser ist allerdings die Meditation. Schließlich ist die Achtsamkeit die kleine Schwester der Meditation. Meditation ist ganz wunderbar geeignet, um genau das zu lernen, wovon wir hier sprechen: Du schulst dein Bewusstsein und wirst zunehmend lernen, achtsam für dich zu sein, ganz bei dir zu bleiben und dir selbst gut zu tun. Deshalb heißt mein Workshop auch: FEEL THE JOY OF LIFE – Lebensfreude pur durch Meditation. Und nein, das ist nicht übertrieben. Probiere es aus und lass dich begeistern!

Mehr von mir und meinen Kursen findest du auf meiner Seite „Neue Wege Entdecken“. Dort findest du auch kostenlose Meditationen und einiges mehr.  Besuch mich doch mal und wenn du magst, buchst du ein kostenloses Kennenlerngespräch mit mir. Dann kann ich dir konkrete Tipps für deine Situation geben. Bis bald also,
Deine Nicole Wendland

 

 

 

Nicole Wendland von Neue Wege Entdecken 3

Nicole Wendland

Hier gelangst Du zu meinem Profil bei nova:
https://nova-lebensraum.de/item/nicole-wendland-von-neue-wege-entdecken/