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Aurum Cordis – Kompetenzzentrum für Hochsensibilität

Aurum Cordis besteht seit 2008 und ist das bundesweit erste Kompetenzzentrum für Hochsensibilität. In Buxtehude, einer kleinen Stadt südlich von Hamburg, bieten wir damit einen Ort, an dem “ Anderssein“ ein wesentlicher Hinweis auf eine zentrale Wahrnehmungskompetenz ist. Diese Art zu sein will darum in ihrer Eigenart erkannt und als Potenzial entwickelt und gefördert werden- einer Aufgabe, die hier sehr ernst genommen wird.

Beschreibung

Hochsensibel zu sein bedeutet ein Leben mit einem hocherregbaren und möglicherweise hocherregten Autonomen Nervensystem. Wie der Name “ Autonom“ schon sagt, entziehen sich die Reaktionsweisen dieses Teils unseres Vegetativen Nervensystems unserer willentlichen Kontrolle. Sie passieren unwillkürlich als Reaktion auf eine Überreizung. Oft genug bleibt der Anlass für diese Überreizung zudem unbewusst, so dass sich der hochsensible Mensch hilflos einer Vielzahl von Symptomen ausgeliefert sieht, die das Leben schwer machen und den Mut zu selbstbestimmten Handeln sehr einschränken können. Das ist die Schattenseite der Hochsensibilität. Jedoch macht die Natur keine Fehler. Einer Belastung oder besonderen Herausforderung setzt sie auch immer eine Ressource entgegen. Ebenso wie der hochsensible Mensch überdurchschnittlich unter Belastungen leiden kann, kann er auch überdurchschnittlich von seinen Ressourcen profitieren. Diese liegen in seiner vernetzten Wahrnehmungsfähigkeit, die dazu führt, dass er Dinge tief durchdringen und in ihrer Essenz erfahren kann. Dabei spielt seine ästhetische Wahrnehmung als Quelle von Freude und Erleben tiefer Selbstverbundenheit eine große Rolle. Diese Fähigkeit zu innerer Erkenntnis führt fast zwangsläufig zu der Ausbildung eines tief verankerten persönlichen Wertesystems.

Wird der hochsensible Menschen auf Dauer gezwungen, gegen diese Werte zu verstossen, ist damit ein fast sicherer Weg in langfristige Erkrankungen verbunden, wohingegen ein Leben in Kongruenz mit diesen Werten als erfüllend und Kraft spendend erlebt wird. Hochsensibel zu sein, bedeutet also nicht zwangsläufig wenig leistungsfähig zu sein, sondern beinhaltet die Suche nach jenem Platz im Leben, der diesen tiefen inneren Wertekonflikt minimiert und ein authentisches Leben gestattet. Aus diesem Grunde ist es ein Charakteristikum von Hochsensiblen suchend zu sein- suchend nach den Möglichkeiten, ihr tiefstes Selbst zu erfahren und daraus zu leben. Daher ist die spirituelle Dimension für hochsensible Menschen in der Regel von großer Bedeutung und hat daher auch in der Begleitung und Weiterbildungen bei Aurum Cordis eine große Bedeutung.

Das Erleben von Selbst-Verbundenheit führt zu Intensiven Kohärenzgefühlen, die aus dem Blickwinkel der Salutogenese als Quelle von Gesundheit gesehen werden. Werden hochsensible Menschen nach den Anlässen gefragt, die ihnen das Gefühl von Selbstverbundenheit geben, berichten viele von ihnen von intensiven Erlebnissen in der Natur oder in einer kreativen Tätigkeit, immer wieder aber auch davon wie ein Sinn erfüllte Tätigkeit im Dienste anderer Menschen oder aber eines über sie selbst hinausreichenden Themas sie beglückt und mit Kraft erfüllt.

Die Begleitung durch Aurum Cordis fokussiert sich aus den genannten Gründen auf die Arbeit mit dem tiefsten inneren Wertekonflikt sowie der Befreiung der darin gebundenen Kraft, so dass die Ressource der vernetzten Wahrnehmung wegweisend im Leben eingesetzt werden kann.

 

 

Leistungen

 Unser Beratung-und Coachingangebot:

  • Coaching für Hochsensible, um sich selbst besser zu verstehen und die vernetzte Wahrnehmungsfähigkeit als Ressource im Leben nutzen zu können.
  • Familienberatung – Erstberatungsgespräch und Elterncoaching, um die non-verbale Sprache der Kinder besser zu verstehen und die Stress-Belastung in der Familie zu reduzieren.
  • Berufscoaching, um neue Wege in Übereinstimmung mit sich selbst gehen zu können.
  • Integrales Gesundheitscoaching, um die Kraft der Übereinstimmung mit sich für mehr Wohlbefinden entfalten zu können.
  • Spirituelles Coaching, um Stille und Einsicht als Erkenntnisweg zu üben sowie die Sinnhaftigkeit des eigenen Erlebens in einem größeren Zusammenhang erkennen zu können.

 

Aus -und Weiterbildungen bei Aurum Cordis:

  • Fachbuch Hochsensibilität als Grundlage für ein interdisziplinäres Verständnis von Hochsensibilität
  • Fachkongress Hochsensibilität als online verfügbare, vertiefende Übungen für ein Integrales Arbeit mit der Hochsensibilität- Übungen für die fachliche Begleitung von Hochsensiblen.
  • Seminare und Webinare als Einstieg in das Verständnis des Persönlichkeitsmerkmals Hochsensibilität in vielerlei Zusammenhängen – Selbsterfahrung und Selbsterkenntnis.
  • Weiterbildung “ Sensitive Coaching Compact“ als Einstieg in die professionelle Coaching – Arbeit, um Coachingkompetenz und Fachwissen über Hochsensibilität miteinander verbinden zu können.
  • Ausbildung zum Integralen Gesundheitscoach – vom Still(e)Punkt zum Gleichzeitigkeitsbewusstsein. Ausbildung von Coachingexcellence zur Entwicklung eines heilsamen Bewusstseins als stärkste Gesundheitsressource.
  • Ausbildung “ Holistic Awareness“ – Spiritualität und Trauma-Arbeit.Erlernen von Körperorientierte Trauma-Arbeit für Menschen in schweren Belastungssituationen.

Was uns auszeichnet:

  • Umfassendes Wissen aus über zehn Jahren Erfahrung mit hochsensiblen Klienten und Patienten
  • Eine interdisziplinäre Betrachtungsweise des Persönlichkeitsmerkmals Hochsensibilität
  • Eine Integrale Sicht auf Menschen mit ihren unterschiedlichen Erlebniswirklichkeiten
  • Ein fokussierter Blick auf die heile Instanz im Menschen und somit eine potenzialfördernde Haltung
  • Die Motivation zur Wissensweitergabe: seit 2013 bilden wir Neueinsteiger und erfahrene Begleiter aus

Vita

Mein Name ist Jutta Böttcher und ich bin 62 Jahre alt. Das Thema Hochsensibilität hat mich – ohne dass ich mir dessen bewusst war- seit meiner Kindheit begleitet. Wie viele andere auch fühlte ich mich „ anders“, machten mir andere Dinge Freude als den meisten meiner Altersgenossen.  In Schule, Studium und Beruf war ich zwar leistungsstark, aber zugleich auch viel empfindsamer als die überwiegende Zahl meiner Mitschüler, Kommilitonen und Kollegen gegenüber jeglicher Form von Ungerechtigkeit, äußerem Druck und Stress. Dann reagierte mein Körper und fühlte mich schwach und unzureichend.

Lange Jahre dachte ich, dass dieser innere Spagat eben etwas wäre, das spezifisch zu mir gehören würde. Therapie und Coaching sollten mir helfen, einen lebensförderlichen Umgang damit zu erlernen, was in großen Zügen auch immer wieder gut gelang. Und dennoch… irgendetwas blieb immer offen.

Mit der Geburt meiner beiden Kinder, die in vieler Hinsicht ähnlich reagierten, reifte in mir die Ahnung, dass sich dahinter doch noch etwas anderes verbergen könnte. Diese Ahnung reifte zu Gewissheit, als ich in vielen Jahren Elternarbeit an den unterschiedlichen Schulen meiner Kinder immer mehr Menschen traf, denen es ähnlich zu ergehen schien wie mir. Diejenigen, die Probleme hatten, zu deren Lösung ich in meiner Rolle beitragen sollte, waren sehr häufig jene, die hochreflektiert an die Grenzen dieses Systems prallten – so wie es mir schon viele Jahre zuvor gegangen war, während derer ich zornig gegen Unzulänglichkeiten von Schule und Lehrerschaft protestiert hatte. Jetzt war ich in einer anderen Position und ich sah, dass es diese Not auf allen Seiten zu geben schien und es einer großen integrierenden Kraft bedurfte, um die Situation für alle zu verbessern – nur einen Namen für das Phänomen, das soviele dieser Menschen miteinander zu verbinden schien, hatte ich noch nicht gefunden. Dabei bemerkte ich in tiefen persönlichen Gesprächen, dass es noch etwas gab, dass die meisten von ihnen ebenso wie mich selbst zu charakterisieren schien. Sie alle – wir alle- waren auf einer tiefen inneren Suche nach Antwort- getrieben von der Sehnsucht, eine innere Form von Verbundenheit  ( wieder) zu  finden, die einem so breiten Erleben von Trennung und „ Nicht-Richtig-Sein“ Platz gemacht hatte. Es war förmlich ein individuelles und doch gemeinsames Ringen um eine Erinnerung. Diese Menschen wie auch ich waren suchende Menschen, woraus sich nicht selten ein tiefes spirituelles Interesse entwickelt hatte, das sich als wichtigste Quelle für die Aufrechterhaltung von Stabililtät und Leistungsfähigkeit herausstellte.

Und dann geschah mir, was vielen anderen Hochsensiblen auch geschehen ist: mir fiel ein Buch über das Phänomen in die Hände, das ich fasziniert verschlang. Der berühmte „ Gebirgsketteneffekt“- wie Michael Jack vom ifhs- dieses Erleben benannte, trat ein- eine unendliche Erleichterung, mit der Bezeichnung „ Hochsensibilität“ endlich einen Namen für ein Erleben gefunden zu haben, das meine Art  zu sein und die vieler Menschen, die ich kannte, erklärte.

Dieses Thema sollte mich nicht mehr loslassen. Ich war der festen Überzeugung, dass es einen Ort geben müsste, an dem man sich explizit mit Hochsensibilität befassen müsste, an dem Therapeuten und Ärzte mehr darüber erfahren und zugleich mehr von ihrem Wissen an hochsensible Menschen weitergeben könnten. Kurz gesagt- ein Ort des Austausches , des Wissens und das Wachsens rund um das Phänomen Hochsensibilität.

So gründete ich im Jahre 2008 mit Aurum Cordis das bundesweit erste Kompetenzzentrum für Hochsensibilität in Buxtehude, das ich seither leite. Dort gibt es Coaching und Beratung für hochsensible Erwachsene, Beratung für Familien mit hochsensiblen Kindern sowie Berufscoaching und Führungskräfteentwicklung für hochsensible Menschen in ihrer jeweiligen beruflichen Position. Letzteres liegt in den Händen meines Kollegen, Christian Schneider,

Seit 2013 entwickeln wir in gemeinsamer Arbeit Aurum Cordis zudem zu einem wichtigen Weiterbildungszentrum für all jene, die ihre Wahrnehmung professionalisieren und in der Begleitung von Menschen damit beruflich wirksam werden möchten.

In 2018 feiert Aurum Cordis sein zehnjähriges Bestehen, das mit dem Erscheinen des Fachbuches Hochsensibilität und dem ersten online Fachkongress Hochsensibilität eine neue Dimension im Thema Hochsensibilität einläutet: jetzt geht es nicht mehr „ nur“ allein darum, dass sich hochsensible Menschen besser verstehen und gesund mit sich umgehen können. Vielmehr ist es an der Zeit, die gesellschaftliche Bedeutung der großen Aufmerksamkeit, die das Phänomen inzwischen in der Öffentlichkeit erfährt, zu verstehen und zu nutzen.

Hochsensible Menschen sind in ihrer umfassenden Wahrnehmungsfähigkeit die Seismographen der Gesellschaft. Ist ihre Wahrnehmung wach und geschult, können sie in ihrer Sehnsucht nach Verbesserung einer über sie hinausweisenden, gesellschaftlichen Notlage zu den dringend benötigten Changemakern werden, die den Wandel unserer Zeit befeuern und tragen können.

Ich sehe es als meine wesentlichste Aufgabe an, meinen Beitrag dazu zu leisten, dass dieser Weg beschritten werden kann.

Kontakt

Adresse:
Stader Straße 32, 21614 Buxtehude bei Hamburg
Gebiet:

Hamburg

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