Radius: Aus
Radius:
km Geben Sie einen Radius für eine Umkreissuche an.
Suche

Stephan De Bona, Baubiologe IBN

“Baubiologie ist die Lehre von den ganzheitlichen Beziehungen zwischen den Menschen und der bebauten Wohn- und Arbeitswelt“.

Baubiologie gehört den biologisch-kulturellen Fachbereichen an und ist interdisziplinär. Alle Bereiche der Biologie und des Bauens greifen hier ineinander. Als Baubiologe bin ich manchmal Architekt oder Bauingenieur, manchmal Baustoff- und Farbenberater, manchmal Bauhandwerker, Lehmbauer oder Energieberater, Messtechniker und auch ein bisschen Arzt- oder Heilpraktiker-Ersatz. Diese Vielfalt der Bereiche in der Baubiologie charakterisiert das umfassende und integrale Gebiet der Baubiologie. Als Orientierung für Baufachleute und Bauende dienen die 25 baubiologischen Regeln, Prinzipien für ein wohngesundes Bauen, Wohnen und Siedeln. Baubiolog*innen arbeiten im Sinne dieser 25 Regeln.

Baubiologie in ihrer Gesamtheit wird in manchen Gesellschaftsbereichen noch nicht wahrgenommen. Ihre enorme Bandbreite macht es nicht leicht, ihr ein klares Gesicht zu geben und sich darin zu orientieren: Zum einen muss sie genaue Fakten, Messungen, Daten und sachliche Argumente liefern, um Täuschungen und  Fehlinformationen aufzudecken, Beweise zu erbringen oder erst einmal Grundlagen zu schaffen, die es noch gar nicht gibt. Dies erfordert viel Zeit, Investition und Lernbereitschaft. Zum anderen spricht sie auch verschiedene Berufszweige und Strömungen in der Gesellschaft an, die nach Alternativen zu herkömmlichen Lebensweisen suchen: Heilpraktiker*innen, Gemeinschaftssuchende, spirituelle Menschen und Gruppen, politisch aktive, Menschen in der ökologischen Landwirtschaft, Umweltaktivist*innen, Menschen aus Kirche und  Entwicklungshilfe usw. Meine Biographie hat mir nach und nach Schwerpunkte aufgezeigt für meine baubiologische Tätigkeit.

Beschreibung

Ethik

Baubiologisch verantwortungsvolles bauen fördert und fordert die individuelle Auseinandersetzung mit unseren eigenen Bedürfnissen nach Gestaltung, Geborgenheit, Anerkennung, Gesundheit und Glück. Die unzähligen Verkaufs-, Beratungs- und Baugespräche der letzten Jahre, Einblicke in private Wohn- und Lebensverhältnisse formten in mir folgerichtig eine grundlegende menschliche Haltung, die diesen Individualismus in den Kontext globaler Verantwortung stellt: Wenn ich dem Besitzanspruch auf meine eigenen vier Wände (sinnbildlich dafür das von Politik und Banken hochgehaltene Eigenheim) und damit dem Anspruch auf einen Teil dieses Planeten gerecht werden will, muss ich auch den Menschen auf Augenhöhe begegnen, die unter meinem Anspruch leiden, die einen solchen Anspruch für sich nie entwickeln werden können und die gar nichts besitzen, nicht einmal ein eigenes Bett. Mit meiner inneren Haltung möchte ich die alltägliche Konfrontation mit Armut, Repression, Obdachlosigkeit, Kriegsopfern, Geflüchteten aushalten, mein Handeln möchte ich danach ausrichten. Nicht nur die Würde des Menschen ist unantastbar, sondern die Achtung vor meinen Mitmenschen, egal woher sie kommen und wohin sie gehen, ist unabdingbar.

Für sensiblere Lebensweisen

Damit kann ich nicht die Welt retten, aber meine Lebensweise nachhaltig, mit Kompetenz, ethisch verantwortungsvoll, gesund, liebevoll, respekt- und rücksichtsvoll gestalten. Es bedeutet auch, nicht nur an das Gemeinwohl, an die Gemeinschaft zu denken, sondern auch in deren Sinne zu handeln, sei es in einer “Paar-Gemeinschaft“, in einer Familie oder in einer Großgemeinschaft. Und innerhalb der Weltgemeinschaft. Wir müssen dabei nicht unsere wertvolle Individualität aufgeben, aber vielleicht eine Balance zwischen beidem schaffen und unsere Feinsinne wecken. Auf jeden Fall sollten wir unsere Egoismen hinterfragen.
Das ist in einer zurzeit ruppigen Entweder-Oder-Gesellschaft eine Herausforderung, auch die Tendenz zu wieder stärker patriarchalen und heroisierenden Strukturen in der Gesellschaft ist Ansporn genug für Veränderungen. Dabei liegen doch im Dazwischen die Kreativität, die Sanftheit, Innovation, Veränderungsbereitschaft und Schöpfungskraft. Auch in der Baubiologie, im Naturfarben und -baustoffhandel haben meist Männer das letzte Wort. Aber gerade in der Gestaltung von Wohn- und Arbeitsräumen sind es Frauen, die Überlegungen und Gedanken nochmals hinterfragen und für Kritik, unkonventionelle und schnelle Lösungen offen und flexibel sind, intuitiv entscheiden und dann auch dazu stehen. Sie sind es auch, die Farbtöne auswählen, maßgebend die Gestaltung prägen und zum Ausprobieren Kreativität, Mut und Freude mitbringen. Sollten wir diesem Umstand nicht mehr Raum geben und gerechter werden?

Ästhetik

Jedes Haus, jede Scheune, im Grunde jedes Gebäude mit seiner Umgebung haben eine Ästhetik, eine Ausstrahlung, einen Charakter, eine Form, eine Gesamtheit, ohne dies erstmal zu werten. Dies gilt auch für ganze Siedlungen oder Dörfer. Von diesem Grundzustand gehe ich immer aus, wenn eine Veränderung ansteht. Oft können nur kleine Eingriffe diese Grundästhetik aufwerten oder zu Nichte machen. Sinnbildlich für letzteres sind für mich die vielen seit der Wende aus dem Grünen geschossenen Neubausiedlungen in den neuen Bundesländern, die das ursprüngliche Dorf nicht mehr erkennen lassen und die ästhetisch z.T. die Schmerzgrenze überschreiten. Gerade bei Altbauten braucht es viel Feingespür, um eine Modernisierung so zu gestalten, dass die ursprüngliche Schönheit des Gebäudes erhalten bleibt. Das ist für mich eine Selbstverständlichkeit und einer der wichtigsten Aspekte im baubiologischen Alltag. Wir brauchen dafür keine Leuchttürme mehr.

Leistungen

Beratung

Als erstes höre ich meinen Kund*innen genau zu und lass das, was ich höre, sehe und rieche auf mich wirken – oder besser gesagt, es wirkt einfach auf mich, emotional, erfreut, berührt oder betroffen und vielleicht auch traurig darüber, dass ich auch mal nichts verändern kann. Meinen Kunden einfach nur Glück wünschen über die holprigen Wege, die sie erfolgreich gegangen sind und mich mit Ihnen darüber freuen. Oder schnell und ohne umschweifend zu werden auf den Punkt kommen und sagen, wir fangen nochmals von vorne an, so geht das gar nicht. Manchmal müssen Träume platzen, wenn sie ökologische Illusionen sind, oder dafür, dass die Menschen wieder zu sich kommen, ihre Fühler wieder ausstrecken können für das Eigentliche. Aber jedes Projekt, ob groß oder ganz klein, wird für mich zu einem sehr persönlichen und hinterlässt Spuren, die mich weiter führen.

Leistungen

Sie können bei mir folgende Leistungen einfordern:

  • Erstberatung vor der Verwirklichung eines Projektes mit grundlegenden Fragen, die entscheidend sind für das Gelingen: Mit wem möchte ich mein Projekt verwirklichen? KfW-Kredit – Sinn oder Unsinn? Was kann ich realistisch mit den zur Verfügung stehenden Finanzen verwirklichen? Welche Prioritäten können gesetzt werden? Wieviel Bauzeit wäre idealerweise einzuplanen? Was hat das mit dem U-Wert auf sich?
  • Den Spreu vom Weizen trennen und entsprechende Empfehlungen abgeben: welche Baustoffe, Farben, Öle etc. sind baubiologisch zu empfehlen, welche sind nur pseudo-ökologisch. Sollte ich ein neu auf den Markt gekommenes Produkt nicht kennen, werde ich mich umgehend informieren. Langjährige Beziehungen, z.T. persönliche, zu Herstellern, deren technischen- und Außendienstmitarbeiter*innen kommen mir da zu Hilfe.
  • Empfehlungen für Konstruktionen (Dämmsysteme, Fußboden-, Wand- und Dachkonstruktionen, Farbsysteme), die baubiologisch verantwortbar und sinnvoll sind.
  • Baubiologische Begleitung einer Bau- oder Sanierungsmaßnahme, auch in Zusammenarbeit mit Architekt*in.
  • Erstellung eines Bauzeiten- und Prioritätenplanes für ein Vorhaben unter spezieller Berücksichtigung und Kenntnisse natürlicher Materialien, deren Verarbeitung und Trockenzeiten, bei Bedarf unter Einbezug von Eigenleistungen.
  • Begutachtung und Ursachenermittlung von auftretender Feuchtigkeit, Schimmel, Schadstoffen, Ermittlung der Ursache von unangenehmen Gerüchen mit Sanierungsempfehlung.
  • Messtechnik / elektromagnetische Emissionen: In komplexen Schadensfällen oder bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist der Einsatz von aufwändiger und preisintensiver Messtechnik mit Laboranalysen unumgänglich. Da ich noch in der Ausbildung zum Baubiologischen Messtechniker bin, kann ich diese Leistung nicht anbieten. Ich werde Sie aber in einem solchen Fall an eine*n kompetente*n baubiologische*n Messtechniker*in weitervermitteln.
    Viele auf Anhieb offensichtliche Problemfälle können aber mit relativ wenig Aufwand behoben werden. Für die Sanierung einer Schimmelecke brauchen wir meist keine aufwändigen Laboranalysen. Oder wenn das Baby nicht schlafen kann, reicht es einfach, sich die Qualität des Babyphons genau anzuschauen und das Gerät vor allem aus der direkten Bestrahlungsfläche zu entfernen. Usw.
  • Vorträge und / oder Diskussionsrunden zu bestimmten Themen: Hier habe ich noch wenig Erfahrung, aber Lust dazu und Stoff gäbe es genug
  • Kommen Sie gerne mit Ihrem Anliegen auf mich zu, ein Weg wird sich immer finden!

Vita

  • Nach Schulabschluss 4 jährige Berufslehre zum Vermessungszeichner mit Abschluss,
  • Weiterbildung zum Vermessungstechniker.
  • 8 Jahre Vollzeitarbeit als Vermesser in den verschiedensten Berufsfeldern und geographischen Gebieten der Schweiz, kurzzeitig auch in Italien
  • Schweizer Matura auf zweitem Bildungsweg mit eidgenössischem Maturitätszeugnis, anschließend 4 Semester Studium der Humanmedizin an der Universität Zürich.
  • Ausbildung zum Pflegehelfer in einer orthopädischen Klinik und einem Altenheim in der Schweiz. Später Teilzeitarbeit als Pflegehelfer während des Studiums.
  • 1992 neunmonatiges Praktikum in einem Wohnheim für geistig- und mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche
  • 1993 bis 1998 Studium der Sinologie an der Universität Zürich und der Freien Universität Berlin, kein Abschluss. 3 wöchiger Aufenthalt am Hochschulcampus Kunming, China
  • 1997 bis 2004 Mitglied in einer Arbeits- und Lebensgemeinschaft zum Auf- und Ausbau eines alten Schlosses in Sachsen-Anhalt, wo auch meine Kinder aufgewachsen sind. Wiederaufbau mit historischer Lehmtechnik, örtliche Bauleitung unter Koordination von Schlossbewohner*innen, Handwerker*innen, unzähligen ABM-Kräften und internationalen Schulaustauschprogrammen. Hier habe ich wertvolle Erfahrungen im Zusammenleben unterschiedlichster Menschen gemacht, aber auch die Schattenseiten vom Gemeinschaftsleben kennen gelernt.
  • 2004 bis heute freiberufliche Tätigkeit im Naturbaustoff und Naturfarbenhandel, Fachberater ökologisches Bauen und Naturfarben, Sentinel-Haus-Institut-Fachberater, Online-Shop-Fachhandel
  • 2014 Abschluss der Ausbildung zum Baubiologen IBN, zurzeit Weiterbildung zum baubiologischen Messtechniker am Institut für Baubiologie und Nachhaltigkeit IBN in Rosenheim
  • Seit 2015 Hin- und Her-Pendler zwischen Lüneburger Heide und Nordsachsen

Kontakt

Adresse:
Wilhelm-Ottermann-Weg, 29320 Hermannsburg
Telefon:
Web:

Gebiet:

deutschlandweit