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Wie arbeitet ein Coach? (Teil 1)

Wie arbeitet ein Coach? (Teil 1)
Persönliche Weiterentwicklung

Mitleid bekommt man geschenkt,

Respekt muss man sich verdienen.

Jeder Mensch braucht Anerkennung. Das ist eines der Grundbedürfnisse des Menschen.Und wie man sich Anerkennung verschafft, wurde mir erst nach einer spektakulären Erkenntnis durch ein Coaching richtig klar.

Warum habe ich oft nicht die richtige Antwort?

Das Thema war ‚Abgrenzung‘. Der Coach mit dem ich arbeitete konfrontierte mich: ‚Warum grenzt du dich nicht ab?‘ Schon die Frage machte mich unsicher. Was meinte er damit? Ok, oft hatte ich keine spontane Antwort auf verbale Angriffe. Das fühlt sich nicht gut an, aber mir fällt oft einfach nicht das Richtige ein.

Kennst du das auch? Dann lies hier meine Story:

‚Pass auf‘ – sagte der Coach – ‚zieh mal einen Kreis um dich. Das ist dein Sicherheitsabstand. Da darf niemand rein. Das ist deine No Go Area. Da hat niemand etwas zu suchen.‘ Ok, dachte ich. Das ist nicht so schwer. Und nun?

Wo ist deine Grenze?

Dann ging der Coach aus einigem Abstand auf mich zu. Er war noch weit von meiner Grenze entfernt. Langsam rückte er näher und näher. Mit dem nächsten Schritt würde er meine Grenze übertreten.

Und ich? Es war sonneklar für mich. Ich ging selbstverständlich davon aus, dass er an der Grenze stehen bliebe. Doch weit gefehlt.  Er ging einfach weiter. Häää? Wie jetzt? Ich war geflasht!!! Ich schaute ihn entsetzt und ungläubig an. Er ging einfach weiter, bis wir uns Nase an Nase gegenüberstanden. Vor lauter Schock hatte ich nicht reagiert.

Er sagte: ‚Und jetzt? Was machst du nun? Ich habe deine Grenze überschritten. Wann willst du deine Grenze mal verteidigen?

Der Schreckmoment

Ich hatte nicht einen Augenblick damit gerechnet, dass er meine Grenze übertreten würde. Und warum?

Einerseits bin ich dazu erzogen worden anderer Menschen Grenzen zu respektieren. So, wie ich mit den Menschen umgehe, erwarte ich es auch von anderen. Anerzogene Muster sitzen einfach so tief, dass man gar nicht merkt, wie stark sie wirken. In der realen Welt ist es aber üblich die Grenzen anderer Menschen so lange zu überschreiten, bis der Andere sich abgrenzt. Nur, indem man seine eigenen Grenzen aktiv verteidigt, versteht der Andere, dass er nicht weitergehen darf. Das ist eine Frage des Selbstverständnisses und des Selbstwertes, nicht der Aggression.

Andererseits hatte ich nie gelernt meine Grenzen zu verteidigen. Harmonie ist nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite steht die Aggression, mit deren Hilfe die Wehrhaftigkeit zur Verteidigung der eigenen Grenze entsteht. Ohne diese Wehrhaftigkeit versteht der andere nicht, dass er eine Grenze erreicht hat. Erst mit dieser Aggression entsteht eine erstaunte Erkenntnis über die Existenz des Mitmenschen mit all seinen Bedürfnissen.

Der Aha-Effekt

Durch das Coaching bekam ich eine Idee davon, wie weit meine Wahrnehmung an der Realität vorbeiging. Ich bekam aber auch eine andere Sichtweise auf die ‚Aggression‘, als die andere Seite der Medaille. Das war tatsächlich eine Erkenntnis, die mein ganzes inneres Wertsystem aufrüttelte.

Seitdem habe ich viele positive Erfahrungen mit der ‚Aggression‘ gemacht. Mir fallen immer häufiger die richtigen Antworten ein, wenn jemand in meinen Sicherheitsabstand tappt. Ich wehre mich gegen verbale Angriffe, sobald ich sie wahrnehme. Manchmal verstehe ich auch etwas falsch. Das kann man dann ja klären. Oft liege ich aber auch richtig und jedesmal spüre ich sofort die Erkenntnis und den Respekt, der beim anderen entsteht. Das tut echt gut.

Mit diesem Artikel möchte ich jedem, dem es ähnlich geht wie mir damals, Mut machen, sich mit den eigenen Themen zu beschäftigen.

Mit besten Grüßen

Anne

 

AnneKöhler-CoachingAnne Köhler

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